Uwe Brunn - Homepage

26.04.2007  Letzter Auftritt in meiner Schule in Marl 26.04.2007 Letzter Auftritt in meiner Schule in Marl

Herzlich willkommen auf meiner Home-Page!

 

In den vergangenen Jahren hat mir mein Freund Bernd Feller jedesmal, wenn es mal wieder etwas zu berichten gab, geholfen, dies auf seiner Seite (www.bernd-feller.de) zu veröffentlichen. Inzwischen ist eine Sammlung von 14 Artikeln mit insgesamt knapp 200 Fotos entstanden. - Diese Seite hier dient der Ergänzung und vor allem der Sammlung und Vorstellung der vielfältigen visuellen Eindrücke, die ich seit meinem Dienstbeginn in Rio de Janeiro im Juli 2007 habe machen können.

 

Escola Alema Corcovado

EAC mit Blick auf den Corcovado, 07.07.2010 EAC mit Blick auf den Corcovado, 07.07.2010

Die EAC - Escola Alema Corcovado / Deutsche Schule Rio de Janeiro ist in der ehemaligen amerikanischen Botschaft untergebracht und liegt im Stadtteil Botafogo, in unmittelbarer Nähe des 700 m hohen Corcovados mit der berühmten Christus-Statue. Hier arbeite ich als Oberstufenleiter und unterrichte Biologie und Chemie.

Am 9. November 2009 habe ich mit dem Aufbau der Seite begonnen, und inzwischen sind über 250 Fotos sowie einige Beschreibungen vorhanden, die hoffentlich einen kleinen Eindruck von dem Leben "hier unten" vermitteln können. Fast alle Fotos (auch die Unterwasserfotos) wurden uebrigens mit einer einfachen Panasonic Lumix DMC-TZ3 gemacht. Zwar habe ich mir inzwischen auch eine Nikon D 300 S zugelegt, aber ich setze sie nur ein, wenn das Thema ¨Sicherheit¨ keine Rolle spielt...

 

Viel Spaß beim Schmökern...  und beim Musikhören - inzwischen sind auf dieser Homepage auch 17 Musikstuecke zu finden!

 

 

Neuer Bericht - 3/2012

Praia do Frances, suedl. von Salvador Praia do Frances, suedl. von Salvador

 

Habe einen neuen Bericht veroeffentlicht: www.bernd-feller.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Mo

07

Mai

2012

Abrolhos 28.04. - 01.05.2012

Expedition nach Abrolhos (28.04. – 01.05.2012) – einem Atoll ca. 1000 km nördlich von Rio de Janeiro und nochmals 3 ½ Bootsstunden vom Land entfernt.

 

- Zum Ansehen der Fotos auf die Überschrift klicken oder unten auf ¨mehr lesen" -

 

Durch die Mutter eines Schülers der Grundschule hatte ich endlich Kontakt zu der Tauchszene in Rio erhalten. Die lebt quasi ¨im Untergrund¨, denn temperaturbedingt ist das Tauchen in Rio eher etwas für Freaks… Im Internet wurde ich jedenfalls 5 Jahre lang nicht fündig, sondern wurde bei der Suchanfrage ¨Rio + Tauchen¨ stets nur auf Buzios, Cabo Frio und die Ilha Grande verwiesen.

  

Am Freitag, den 28.04., sollte es um 17 Uhr per Bus losgehen. Als (mehr oder weniger noch immer) typischer Deutscher war ich 16:45 Uhr am Abreisepunkt – um 20:45 fuhren wir los... 

Aber daran habe ich mich inzwischen schon gewöhnt.

15 Stunden Busfahrt hören sich erst einmal schrecklich an, aber der Bus, in dem normalerweise 40 – 45 Personen Platz gehabt hätten, hatte nur 21 Plätze, die fast als Liegeplätzte genutzt werden konnten (nur bei 1,90m sind 20 cm zu viel, so dass ich die Beine nicht ausstrecken konnte…)

Erst habe ich gelesen, danach 11 Stunden (mit Unterbrechungen) geschlafen.

Angst hatte ich um meine Nikon, die ich mit hatte, denn sie war in einem Koffer im unteren Stauraum des Busses deponiert und die Straßen waren alles andere als gut. 15 Stunden durchgerappelt werden könnte auch die beste Profi-Kamera irgendwann mal alt aussehen lassen….

Zum Glück hielt sie durch (wie die Fotos beweisen mögen) und auf der Rückfahrt habe ich sie dann lieber auf meinem Schoß deponiert… Das war ich ihr schuldig…

 

Verspätungsbedingt kamen wir erst nachts in Abrolhos an. An die geplanten 3 Tauchgänge war nicht mehr zu denken. Aber einer musste noch sein. Also: Anzug an, Flasche auf den Rücken geschnallt, Lampe mitgenommen und - Nachttauchgang.

Einen solchen habe ich bisher erst 2 oder 3 mal unternommen und nur mit Personen, die ich gut kannte. Von daher war´s prickelnd…

 

Am nächsten Morgen (Sonntag) habe ich erneut das etwas andere Zeitempfinden der Brasilianer bestaunen können – um zumindest einen der 2 verlorenen Tauchgänge nachholen zu können, waren 4 statt der geplanten 3 Tauchgaenge angesetzt worden. Dafür sollten wir bereits um 5:30 Uhr aufstehen. O.k., was tut ein Süchtiger nicht alles???

Wann ging´s in´s Wasser??? - Um 8:45 Uhr…

 

O.k. - irgendwie scheinen die Uhren in Brasilien einfach anders zu ticken..

Aber die Tauchgänge waren klasse! Außerdem besuchten wir eine Insel, auf der wir uns bis auf 1 m freilebenden, brütenden Vögeln nähern konnten. Dabei habe ich mich endgültig in meine ¨neue¨ (1 ½ Jahre alte) Nikon verliebt…

 

Irgendwann gab´s auch mal Probleme – mein Regler bließ ohne Ende ab = aus meinem Atemregler strömte plötzlich so viel Luft heraus, dass ich den Tauchgang abbrechen musste. Aber es bestand keinerlei Gefahr und nach der Rueckkehr an Bord bekam ich eine neue Flasche und einen neuen Regler und konnte danach einen meiner schönsten Wracktauchgänge genießen…

 

Das Essen an Bord war super (noch immer meide ich jeglichen Kontakt mit meiner Waage), die Crew an Bord (5 Personen) ebenfalls, und da wir nur 7 Taucher waren (die anderen Taucher waren auf einem anderen Katamaran, der eine andere Route fuhr), war von ¨Dichtestress¨ (wie ich ihn beim Tauchen hasse) keine Spur!

 

Wir haben eine wunderbare Zeit miteinander verbracht, haben die Natur in einer Weise genießen können, wie es nur wenigen Menschen vergönnt ist - und dennoch…

 

Brasilien ist, wie ich immer auf die Nachfrage meiner Freunde in Deutschland geantwortet habe – ein extrem gegensätzliches Land!

Und das habe ich schmerzlich erfahren, als wir wieder an Land waren:

Die Bootscrew hatte unser Gepäck an Land gebracht und auch die Muellsäcke.

Während wir uns am Ufer über die vergangenen Tauchgänge austauschten und in Erinnerungen schwärmten, sah ich plötzlich, wie ein alter Mann in dem von uns verursachten Müll kramte, um Getränke-Dosen zu finden.

Ich konnte es nicht ertragen – wie konnte es möglich sein, dass ich mir ein traumhaftes (und nicht gerade billiges…) Wochenende hatte erlauben können, und ein anderer Mensch dazu gezwungen war, in den u.a. von mir verursachten Abfällen nach Dingen zu suchen, die ihm das Überleben ermöglichen?!?

 

Auch nach nunmehr 5 Jahren fällt es mir immer noch extrem schwer, diese Polarität auszuhalten.

Ich versuche, zu helfen, wo ich kann, aber eigentlich müsste ich viel mehr tun…

 

Die Rückfahrt zeigte mir erneut, dass in Brasilien die Uhren anders ticken – wir fuhren um ca. 18 Uhr mit dem Bus zurück. Nach 15 Minuten hielt der Bus für ca. 45 Minuten an. Panne??? Nein, die Fahrer mussten Essen. Hätte das nicht vorher erfolgen können???

 

Wie gesagt, inzwischen habe ich mich an derartige Dinge gewöhnt und nicht einmal nachgefragt, ob sie nicht vorher…

Schließlich sind wir ja dann doch irgendwann wieder wohlbehalten in Rio angekommen. Dank unserer beiden Fahrer…

Also, was soll´s mit den 45 Minuten…?

 

Eines ist auf jeden Fall klar:

Nächstes Jahr wieder!!!!

 

Ps: Digitalkameras sind verführerisch… Während der 3 Tage habe ich insgesamt knapp 800 Fotos gemacht, sowohl mit der Nikon als auch mit der Panasonix Lumix, die mir seit nunmehr 5 Jahren treue Dienste vor allem unter Wasser leistet. Fotografieren ist eine Sache, aber hinterher auszusuchen, welche Fotos die besten sind, eine andere… Fast 200 davon habe ich bereits gelöscht, der Rest muss noch kritisch gesichtet werden. Die besten Fotos könnt Ihr hier sehen (dazu auf die Überschrift klicken oder unten auf ¨mehr lesen¨).

 

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Di

19

Okt

2010

Tauchen in Brasilien

Brasilien - Fällt der Name dieses Landes, dann werden gleichzeitig Rio de Janeiro, Copacabana, Zuckerhut, Samba und Fußball assoziiert.

Dass Brasilien jedoch viel mehr zu bieten hat, wird schnell klar, wenn man bedenkt, dass dieses Land 24 mal so groß wie Deutschland ist (aber nur doppelt so viele Einwohner hat) und über 7408 km Küstenlinie verfügt.

 

Und die bietet jede Menge Gelegenheiten zum Tauchen. Offenbar scheint nur Fernando de Noronha als Tauchgebiet in Deutschland bekannt zu sein, aber de facto gibt es weitaus mehr interessante Plätze. Wer einen Überblick über die hiesige Unterwasserwelt bekommen möchte, kann auf meiner Homepage nachsehen: "Brasilien" => "Reisen" => "Tauchen".

 

Der hiesige Standard ist durchaus mit dem in Europa vergleichbar - das Equipment ist qualitativ hochwertig und gepflegt, die Boote verfügen meist über GPS und Funkverbindung, die Tauchguides sind kompetent und zuverlässig und es wird in geführten Gruppen von maximal (!) bis zu 7 oder 8 Personen getaucht, häufig sind es auch nur 2 oder 3.

 

Bei meinen bisher ca. 150 absolvierten Tauchgängen hatte ich nur zweimal Anlass zur Kritik: In einem Falle verfügte das Boot eben nicht über eine Funkverbindung zum Land (und nach dem Ausfall des Motors über ein entsprechendes Problem), in einem anderen Fall achteten die beiden Jugendlichen, die an Bord blieben, nicht darauf, dass es durch die Strömung abgetrieben wurde (so dass ich mir nach dem Auftauchen etwas verloren vorkam...).

 

Wie in Europa üblich, muss man beim Buchen von Tauchgängen ein entsprechendes Brevet vorlegen. Anders als in Deutschland ist dagegen die Vorlage einer ärztlichen Tauch-Tauglichkeitsbescheinigung nicht erforderlich.

 

Ein Problem kann die sprachliche Verständigung darstellen, denn Englisch ist in Brasilien wenig verbreitet und umgekehrt wird kaum jemand des Portugiesischen mächtig sein. Aber - hilfsbereit, wie die Brasilianer üblicherweise sind - es findet sich meist immer jemand an Bord, der beim Übersetzen helfen kann.

 

Die von mir bisher betauchten Gebiete liegen bei Buzios, Fernando de Noronha, der Ilha Grande, Natal und Recife. Die Küste direkt bei Rio de Janeiro dagegen ist als Tauchgebiet eher unpopulär.

 

Liegen die Wassertemperaturen auf der Ilha Grand und in Buzios noch bei 23 Grad, so sind in Recife, Natal und auf Fernando de Noronha (aufgrund der näheren Lage zum Äquator) üblicherweise 28 Grad anzutreffen, und zwar - anders als im Mittelmeer - ohne Sprungschicht, d.h. auch noch in 30 m Tiefe! Dementsprechend reicht hier ein "Shorty" vollkommen aus.

 

Für diejenigen, die sich für Fernando de Noronha interessieren, einige Tips:

- Anreise über Recife (von Deutschland aus oder von Rio bzw. Sao Paulo)

- mindestens ein halbes Jahr vorher buchen

- beste Reisezeit im Oktober

- genügend Geld einpacken, die Insel ist leider sehr teuer...

 

Buzios und die Ilha Grande sind von Rio de Janeiro aus einfach und preiswert mittels sehr komfortabler Reisebusse erreichbar, zur Ilha Grande gibt es zahlreiche (ebenfalls sehr preiswerte) Fährverbindungen.

 

Für Übernachtungen gibt es zahlreiche Pousadas, etliche sogar unter deutscher Führung.

 

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

UweBrunn@gmail.com

 

 

 

 

 

 

 

 

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